Eine ganze Reihe von Hubschrauberkonstruktionen hat es nicht bis zur Serienreife geschafft.
Von hochmodernen Stealth-Hubschraubern, die Milliarden kosteten, über schnittige Kampfhubschrauber bis hin zu riesigen Flugkränen, die sich als zu aufwendig erwiesen, schafften es viele vielversprechende Entwürfe nie auf die Straße. Hier ist eine Hommage an einige großartige Drehflügler, die in der Versenkung der Luftfahrtgeschichte verschwunden sind.
11: Lockheed Martin VH-71 Kestrel

Ursprünglich als hochmoderner Ersatz für die veraltete Marine One-Flotte konzipiert, war die VH-71 Kestrel eine ambitionierte militärische Adaption der AgustaWestland (jetzt Leonardo) AW101 Merlin. Mit ihrer dreiländischen industriellen Herkunft versprach die Maschine Reichweite, Kapazität und modernste Kommunikation – sie wäre ein „fliegendes Weißes Haus” gewesen, maßgeschneidert für den Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Unter der Leitung von Lockheed Martin und mit Unterstützung von AgustaWestland und Bell Helicopter sollte im Rahmen des Projekts eine Flotte von 28 Hubschraubern geliefert werden. Doch mit neuen Sicherheits- und Kommunikationsanforderungen stiegen auch die Anforderungen. Es folgten Designänderungen. Mit jeder Änderung stiegen die Kosten und verlängerten sich die Verzögerungen.
11: Lockheed Martin VH-71 Kestrel

Im Jahr 2009, nachdem neun Flugzeuge in einer vorläufigen Konfiguration ausgeliefert worden waren und bereits 4,4 Milliarden Dollar ausgegeben worden waren, wurde das Programm eingestellt. Die prognostizierten Gesamtkosten waren auf über 13 Milliarden Dollar gestiegen – eine kolossale Summe, die angesichts der Haushaltsdisziplin nach der globalen Finanzkrise von 2008 politisch nicht zu rechtfertigen war. Die Regierung von Präsident Obama zog den Stecker.
Die Flugzeugzellen, die nun nicht mehr für den Präsidenten bestimmt waren, wurden stillschweigend mit einem hohen Preisnachlass an Kanada verkauft und als Ersatzteile weiterverwendet. Der Zusammenbruch der VH-71 ist eine warnende Lehre für die moderne Beschaffung im Verteidigungsbereich – nicht wegen eines technologischen Versagens, sondern wegen von zu hohen Erwartungen, wechselnden Zielen und den Gefahren der Anpassung von Serienkonstruktionen für die anspruchsvollsten Aufgaben der Welt.
9: Hiller YH-32

Die eher kurios anmutende Hiller YH-32 Hornet, ursprünglich als HJ-1 bezeichnet, war ein experimenteller Ultraleicht-Hubschrauber, der in den frühen 1950er Jahren in den Vereinigten Staaten entwickelt wurde. Er wurde von zwei Ramjet-Triebwerken angetrieben, die an den Rotorspitzen montiert waren und jeweils 45 PS leisteten. Durch diese innovative Konstruktion konnte auf einen herkömmlichen Heckrotor verzichtet werden.
Die Arbeiten begannen 1948, nachdem zuvor bereits Experimente mit Jetrotoren wie dem XH-26 Jet Jeep durchgeführt worden waren. Obwohl mechanisch einfach aufgebaut, litt die Hornet unter erheblichen Problemen. Die Staustrahltriebwerke hatten einen hohen Treibstoffverbrauch und die Reichweite war begrenzt. Außerdem war der Hubschrauber extrem laut.
9: Hiller YH-32




















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